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Pressemitteilung zum erneuten Reitz-Aufmarsch

Pressemitteilung des Antifaschistischen Aktionsbündnis Aachen zu dem
angemeldeten Aufmarsch des Neonazis Axel Reitz am 31.10.2009 in Aachen:

Für den 31.10. bereiten viele antifaschistische Gruppierungen und Personen bereits seit
längerem eine Antifaschistische Regionalkonferenz vor.
Ein spontaner Einfall des Nazi-Kaders Axel Reitz aus Köln zielt darauf ab, diese Vorbereitungen
zunichte zu machen oder als unwichtig erscheinen zu lassen. Axel Reitz hat für den 31.10.
einen Naziaufmarsch zum Thema „Gegen linke Gewalt – für das Verbot der Antifa“
angemeldet. Er wird mitbekommen haben, dass verschiedene antifaschistische Gruppierungen
aus der Region eine Konferenz an diesem Tag planen. Indem er dieses Datum wählt, hofft er
dieses Mal erfolgreich und ungestört durch Aachen ziehen zu können. Er glaubt, nur eine
geringe Beteiligung oder das Ausfallen der Konferenz könne seine Veranstaltung gefährden.
Doch wir Antifaschistinnen und Antifaschisten lassen uns unseren Terminplan nicht von einem
Hitler-Verehrer vorschreiben. Die Konferenz wird in ihrem geplanten Rahmen stattfinden. Alle
Menschen, die vor hatten, dorthin zu gehen, sollen dies auch tun und gemeinsam diskutieren,
wie man die Nazis auf Dauer in Aachen, in der Region und an jedem anderen Ort los werden
kann.
Alle Menschen, die den Tag nicht auf der Konferenz verbringen wollten, rufen wir dazu auf,
den Protest auf die Straße zu tragen. Wenn Nazis sich in einer Stadt breit machen wollen, darf
niemand wegsehen. Das geht alle etwas an!
Im vergangenen Jahr wurde bereits zweimal deutlich gezeigt, dass Nazis in Aachen nicht
erwünscht sind. Am 8.11. musste Reitz mit seinen Leuten wieder abfahren, nachdem sie
gerade einmal eine Kundgebung neben dem Bahnhof abhalten konnten. An Heilig Abend zeigte
entschlossener Protest die gewünschte Wirkung. Die Anzeige gegen einen aktiven
Aktionskünstler endete mit einem Freispruch erster Klasse. An dieser Tradition muss
festgehalten werden, der braune Spuk darf nicht ungestört marschieren.

Kommt zur Antifaschistischen Konferenz in Eschweiler!
Unterstützt die Gegenproteste in Aachen!

Fight Fascism 2009

Nazis wegrocken! Fight Fascism 2009 am 25. September 2009 im Jugendheim Stolberg/Münsterbusch (Rotdornweg / Ecke Prämienstrasse)

Unter dem Motto „Nazis wegRocken! Fight Fascism 2009!“ steht das diesjährige Fight Fascism in Stolberg, das in diesem Jahr in die neunte Runde geht. Ein Zeichen für neun Jahre Kampf gegen den Faschismus. Doch noch immer laufen Nazis pöbelnd und prügelnd durch die Straßen! Hetzen gegen Menschen die anders denken, anders aussehen oder beides. Ihrer menschenverachtenden Gesinnung gilt es entgegen zu treten! Gerade auch nach den Aufmärschen der Faschistinnen und Faschisten in diesem und im letzten Jahr sieht man, dass Stolberg und auch Aachen noch einen langen Weg im Kampf gegen den Faschismus vor sich hat. Doch wir werden diese Herausforderung annehmen und uns nicht vom Naziterror beeinflussen lassen!
Nach den Übergriffen auf Jugendliche von Nazis nach dem Konzert 2007 und Organisationsschwierigkeiten 2008 erscheint das Fight Fascsim dieses Jahr im neuen Glanz. Es ist für mehr Sicherheit und für mehr Abwechslung gesorgt. So ist das Lineup des Konzertes dieses mal abwechslungsreicher. Masons Arms eröffnet das Konzert mit einer Mischung aus Ska-Punk und Reggae, „Pogo?Na Logo!“ sorgen mit oldschool Punkrock dann für die richtig Stimmung, genauso wie „ZSKA“. Das ganze wird dann noch von der „Microphone Mafia“ aus Köln mit Hip Hop Beats abgerundet. Alle auftretenden Musiker verzichten auf eine Gage, wodurch ein geringer Eintrittspreis möglich ist. Veranstalter des Konzerts ist in diesem Jahr, ist die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ) sowie die Vereinigung Verfolgter des Naziregims, Bund der AntifaschistInnen (VVN/BdA) und die Gruppe Z aus Stolberg. Wie in den Vorjahren wird das Konzert von einem breiten Spektrum an Gruppen unterstützt: Von dem AK Antifa Aachen über die IG Metall Stolberg/Eschweiler, der ver.di Jugend bis hin zu den Jusos Kreis Aachen und weiteren. Das Konzert findet wieder im Jugendheim Stolberg/Münsterbusch statt (Rotdornweg / Ecke Prämienstrasse) und wird 4 Euro Eintritt kosten. Der Einlass ist um 17 Uhr und der Beginn des Konzertes ist um 17:30 Uhr.
Wie jedes Jahr sind Gemäß §6 VersG folgende Personen von der Teilnahme an der Veranstaltung ausgeschlossen: NPD, DVU, Republikaner, KAL sowie Neonazis, Rechtsextreme Störer und Störerinnen.
Nur Gemeinsam können wir die Faschistinnen und Faschisten auch weiterhin erfolgreich bekämpfen und sie in die Schranken weisen! Am 25. September werden wir ein weiteres Mal deutlich machen, dass es in Stolberg und dem Rest der Region keinen Platz, keinen Raum, nicht einen Fußbreit für Nazis gibt und wir auch weiterhin dafür kämpfen werden! Nazis wegRocken, jeden Tag!

Veranstaltung zu Chiapas/Mexiko

Hier die Infos der VeranstalterInnen:

Im Infoladen Aachen findet am Freitag dem 7. 8. eine Veranstaltung zu Chiapas/Mexiko statt, los gehts ab 19.00 Uhr, der Infoladen Aachen ist in der Stephanstraße 24

Chiapas im Visier von Politik und Kapital

Der südmexikanische Bundesstaat Chiapas ist nicht erst seit 1994 ein Ort
gesellschaftlicher Widersprüche zwischen politisch-ökonomischen Eliten und
der bäuerlich-indigen Bevölkerung, die für ein Ende von Ausbeutung und
Unterdrückung kämpft.

Die zapatistische Bewegung arbeitet seit 1994 an der Verbesserung der
Situation ihrer Gemeinden und konnte vor allem in den Bereichen Gesundheit,
Bildung, Justiz und basisorientierte Selbstverwaltung beachtliche Erfolge
erreichen. Parallel dazu versucht die außerparlamentarische Bewegung,
sämtliche benachteiligten Bevölkerungssektoren in ihre emanzipatorischen
Prozesse einzubeziehen.

Im Gegensatz zu den linksgerichteten Parteien in Südamerika streben die
Zapatistas nicht die Übernahme der Staatsmacht an. Sie wollen über eine
mexikoweite zivile Mobilisierung von unten (die die sogenannte „Andere
Kampagne“), eine völlige Neuordnung der gesellschaftlichen Verhältnisse
erreichen, die in einem mehrjährigen Prozess erarbeitet und mittels einer
neuen, partizipativen und antikapitalistischen Verfassung durchgesetzt
werden soll.

Aktuell sind diese Errungenschaften und Visionen der Basisbewegungen
vielleicht so bedroht wie selten zuvor, da Chiapas als extrem
ressourcenreicher Bundesstaat immer stärker ins Visier von Politik und
Kapital gerät – im nationalen wie im globalen Rahmen.

Zwischenzeit e.V. bietet ab sofort einen aktuellen 90-minütigen bebilderten
Vortrag zur Situation in Chiapas an, der vor allem die Themen behandelt, die
im deutschsprachigen Rahmen bisher wenig bekannt sind.

Referent Luz Kerkeling, Mitarbeiter von CIEPAC A.C. (Zentrum für ökonomische
und politische Forschung) in San Cristóbal, Chiapas, sowie von Zwischenzeit
e.V. (Münster), kehrte Ende April von einem über zweijährigen Forschungs-
und Arbeitsaufenthalt aus Mexiko zurück.

Hauptthemen des Vortrags sind:

1) neoliberale „Enwicklungs“- und Ordnungsprojekte:

- Raub und Privatisierung bäuerlich-indigener Ländereien
- Entvölkerung der ländlichen Gemeinden durch Umsiedlungsprogramme
(„ciudades rurales“)
- Tourismusprojekte (Agua Azul, Palenque u.a.)
- Ausbeutung der Biodiversität
- Monokulturen
- Agrosprit
- Kriminalisierung und Militarisierung (ASPAN, Nordamerikanische Allianz für
Sicherheit und Prosperität)
- Migration
- „Proyecto Mesoamérica“ – die Fortführung des Plan Puebla-Panamá unter
anderem Namen

2) gesellschaftlicher Widerstand:

- wachsender Widerstand gegen die hohen Stromtarife
- die aktuelle Situation in den zapatistischen Gemeinden
- die „Andere Kampagne“ in Chiapas und Mexiko
- weitere unabhängige soziale Bewegungen in Südmexiko

Offener Brief an den Aachener Polizeipräsidenten

Die Leiter/Leiterinnen von bisherigen und zukünftigen antifaschistischen Demonstrationen melden sich zu Wort: Endlich Konsequenzen ziehen aus der Niederlage für die Polizeiarbeit am 27.3.2008

Sehr geehrter Herr Oelze,

wir beziehen uns auf die von Nazis überfallene Demonstration am 27.3. 2008 und den daraus folgenden Prozess gegen den Leiter der antifaschistischen Demonstration und einen weiteren Demonstrationsteilnehmer.
Das Wichtigste zuerst: Wir fordern Sie auf, die bei der o.a. antifaschistischen Demonstration eingesetzten Polizisten in Zivil bei keiner der von uns zu leitenden Demonstration einzusetzen.
Die beiden zivil gekleideten Polizisten haben dem Überfall der Neonazis zugeschaut und haben nichts getan, um unsere Demonstration zu schützen. Sie haben vielmehr aufgrund von Vermutungen eine Demonstrationsteilnehmerin aus unseren Reihen angegriffen und unverhältnismäßig gewalttätig behandelt. Setzen Sie bitte in Zukunft Polizisten ein, die die gesetzliche Grundlage ihrer Arbeit kennen. Setzen Sie bitte solche Kräfte ein, die friedliche Demonstrationen zu schützen bereit sind. Wir wissen auch, dass die Neonazis oft körperliche Stärke demonstrieren. Das darf aber kein Grund sein, feige vor ihnen zurück zu weichen und dafür lieber eine körperlich unterlegene antifaschistische Demonstrantin anzugreifen. Setzen Sie bitte solche Kräfte ein, die erkennen können, wer der Aggressor und wer der Überfallene ist. Sie haben im Hauptausschuss der Stadt gesagt, ihre Polizisten könnten unterscheiden, was rechts und was links ist. Das konnten sie während der Prozesses eben nicht und das wiederholt sich in den Zeugenaussagen der anderen eingesetzten Polizisten. In ihrer Panik sprühten sie gegen alles und jeden mit Reizgas und verletzten so viele Unbeteiligte. Statt den Angriff der Neonazis zurück zu weisen, hinderten sie uns daran, uns zur Wehr zu setzen.
Ihr Pressesprecher hat der Öffentlichkeit kurz nach der Demonstration erklärt, es werde gegen einen Teilnehmer der antifaschistischen Demonstration wegen Körperverletzung ermittelt. Das war eine Lüge. Die Anzeige wurde von den beiden Zivilpolizisten am Tag der Demonstration angefertigt und richtete sich auch gegen den Leiter unserer friedlichen Demonstration. In der Polizeistatistik für das Jahr 2008 tauchen auch zwei Widerstandshandlungen von „Linken“ gegen Polizeibeamte auf. Wenn das die beiden jetzt eingestellten Verfahren gegen Teilnehmer unserer Demonstration meint, sollten Sie die Statistik ändern.
Wir können es immer noch nicht fassen, dass die beiden eingesetzten Zivilbeamten auf Befragen der Richterin nicht erklären durften, welchen Auftrag sie an diesem Tag hatten. Auch nach Anruf in Ihrer Behörde konnten die beiden keine Aussagegenehmigung erhalten. Was haben Sie zu verbergen? Wenn das, was die beiden tatsächlich getan haben, mit ihrem Auftrag übereinstimmt, dann war es ihr Auftrag, unsere friedliche Demonstration zu provozieren und anzugreifen. Solche Machenschaften haben in einer Demokratie nichts verloren.
Der von ihrer Behörde angeklagte Demonstrationsleiter hat auf der Schlusskundgebung öffentlich gefordert, dass das Verhalten der Zivilpolizisten auch dienstrechtlich untersucht werden muss. Im Prozess haben wir erfahren, dass es von Ihrer Seite nicht mal den Versuch gegeben hat, das Verhalten der beiden aufzuklären. Mysteriös bleibt, wie ausgerechnet die beiden Zivilpolizisten, gegen die öffentlich schwerste Vorwürfe erhoben wurden, mit dem Schreiben der Anzeige gegen ihre Kritiker betraut werden konnten.
Sie und andere haben nach der Demonstration darauf hingewiesen, dass die Kleidung der Angreifer derjenigen geglichen habe, die auch Teilnehmer der friedlichen antifaschistischen Demonstration trugen. Daraus folgern Sie, dass der Überfall der Nazis nicht vorausgesehen und also auch nicht verhindert werden konnte. Es stimmt, dass die Nazis es darauf anlegen, das Erscheinungsbild linker Demonstrationsteilnehmer zu kopieren. Im Prozess sagten die Zivilpolizisten aber deutlich, dass schon im ersten Moment des Auftretens der Neonazis hinter schwarzem Transparent klar gewesen sei, dass das „die Gegenseite“ gewesen sei und dass es jetzt zu Auseinandersetzungen kommen würde. Wir fragen Sie, ob die Beamten der politischen Polizei alle gleichzeitig an dem Tag Urlaub hatten? Die kennen die Neonaziszene, nicht nur durch die bezahlten Zuträger. Jeder aufmerksame Zeitungsleser kann den Führer der Kameradschaft Aachener Land erkennen. Trotz der Zusicherung des Einsatzleiters, die Polizei würde „das Umfeld der Demonstration observieren“, will niemand die Ansammlung von 35 Personen am Glaskubus entdeckt haben? Die Zivilbeamten jedenfalls hatten die Neonazis rechtzeitig gesehen, aber nicht eingegriffen, weil sie ja nicht zum Schutz des Demonstrationsrechtes beordert worden waren. Sie alarmierten auch nicht die in Reserve stehenden Polizisten, um Schutz für unsere Demonstration anzufordern. Erst als die Lage für die Polizisten selbst bedrohlich wurde, riefen sie Verstärkung zu Hilfe.
Auch wenn wir heute und in der Vergangenheit oft Polizeibeamte kritisiert haben, verkennen wir doch nicht, dass es keineswegs nur den 8 begleitenden Polizeibeamten angelastet werden darf, was damals geschehen ist. Von Konsequenzen auf den Stühlen derer, die die Verantwortung für diese Einsätze tragen, ist der Öffentlichkeit nichts bekannt geworden. Von einer Re- Organisation der politischen Polizei, die wir für nötig halten, ist nichts zu merken. Sie haben es sich in den Schützengräben des kalten Kriegs der fünfziger Jahre gemütlich gemacht und nicht mitbekommen, dass seit 1990 die Totalitarismusdoktrin nur noch eine alte Ideologie ist und zur Beschreibung der Realität nichts beiträgt. Seit 1990 haben die Neonazis über 130 Menschen umgebracht, darunter auch etliche Polizisten. Sie schüren Angst und sind erheblich kriminell. Die Zahlen über die Straftaten in der Region sprechen eine deutliche Sprache.
Sie haben die Einsätze Ihrer Polizeikräfte an diesem Tag als „Fehler, die nicht mehr vorkommen“ bezeichnet. Zu dem Zeitpunkt Ihrer Äußerung war die Tiefe dieser Fehler aber noch nicht erkennbar. Es wäre deshalb an der Zeit, daraus auch Konsequenzen zu ziehen.
Als eine der ersten Konsequenzen fordern wir Sie auf, ab jetzt neben dem Einsatzleiter insbesondere auch die Polizeibeamte in Zivil gemäß § 12 des Versammlungsgesetzes zu Beginn der
Demonstration dem Demonstrationsleiter und den Ordnern vorstellen. Außerdem sollte der Zweck des Einsatzes der Schutz des Rechtes auf friedliche Demonstrationen sein.

Wir dokumentieren zudem die Antwort des von Herrn Oelze beauftragten Polizeibeamten:

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ihr offener Brief, in dem Sie die Ereignisse während der Demonstration am 27.03.2008 aufgreifen, hat Herrn Polizeipräsident Oelze vorgelegen. Er hat mich beauftragt, Ihnen zu antworten.
Der Polizeipräsident hat sich in der zurückliegenden Zeit bereits mehrfach ausführlich und auch kritisch zu dem Polizeieinsatz an diesem Tag geäußert. Eine neue Stellungnahme würde hier nicht zu neuen Fakten führen. Bitte haben Sie auch dafür Verständnis, wenn diesseits auf eine Kommentierung zu den justiziellen Abläufen mit Rücksicht auf die Unabhängigkeit der Gerichte verzichtet wird.
Der Aachener Polizei pflegt eine offene Haltung gegenüber allen demokratischen Kräften in unserer Gesellschaft. Hierbei fühlt sich der Polizeipräsident dem Schutz der Grundrechte besonders verpflichtet.

Mit freundlichen Grüßen

Offener Brief: Keine Nazis in die Parlamente!

Wir dokumentieren hier einen offenen Brief an die Fraktionen des Aachener Stadtrates.

Keine Nazis in die Parlamente!
Handlungsvorschläge des Antifaschistischen Aktionsbündnisses Aachen

Aachen, 14.06.09

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit Besorgnis erwarten wir die kommenden Kommunal- und
Bundestagswahlen. Mit Bestürzung haben wir das gute Ergebnis der extrem
rechten PVV von Geert Wilders in den Niederlanden bei den Europawahlen
am 06. Juni 2009 zur Kenntnis genommen.

Bei den Europawahlen im Jahre 1989 hatten die extrem rechten REP auch in
Deutschland ein Ergebnis von 8% erreicht. Bei den Kommunalwahlen 1989
lag das Ergebnis der REP in Aachen bei 4%. Damals gab es bei den
Kommunalwahlen noch die 5%-Hürde, heute wären die REP mit einem solchem
Ergebnis im Aachener Stadtrat. Nachdem bei den Kommunalwahlen im Jahre
2004 in Stolberg die NPD und die DVU, in Alsdorf die REP, im Kreis
Heinsberg die NPD und in Köln die „Bürgerbewegung Pro Köln“ in die
kommunalen Parlamente einzogen, halten wir den Einzug extrem rechter
Parteien in den Aachener Stadtrat nicht für ausgeschlossen – und meinen,
dass wir alle handeln sollten, bevor das Kind in den Brunnen gefallen
ist. In Alsdorf haben die REP auch bei diesen Europawahlen immerhin
4,49% der Stimmen erhalten.

Mit großem Interesse verfolgten wir bereits die Hauptausschusssitzung
vom 07. Mai 2008, in der alle anwesenden Ratsmitglieder und Fraktionen
ihren Willen zur Bekämpfung und die Befürwortung eines Verbots
rechtsextremer Parteien bekundeten.

Wieder werden in diesem Wahljahr neofaschistische und extrem rechte
Parteien wie NPD, DVU und ProNRW zu kandidieren versuchen. Gerade in
Aachen zeigte sich jedoch im Laufe des letzten Jahres, dass es sich bei
diesen keineswegs um „demokratisch-konservative“ Wahlalternativen
handelt; vielmehr bieten sie eine Organisationsstruktur und einen
Finanzierungsapparat für rassistische und antisemitische Propaganda,
einen Hort der Gewalt.

Wir als Antifaschistisches Aktionsbündnis Aachen wollen dies in keinem
Fall hinnehmen, da wir der Meinung sind, dass Neofaschismus und extrem
rechte Ansichten in dieser Gesellschaft keinen Platz haben dürfen.

Wir sind davon überzeugt, dass nur gemeinsam verhindert werden kann,
dass die obengenannten Parteien an Einfluss gewinnen. Deshalb fordern
wir alle Menschen, die nicht akzeptieren wollen, dass NPD, DVU und
ProNRW und andere extrem rechte Parteien Wahlerfolge erzielen können,
auf, sich der extremen Rechten aktiv entgegenzustellen und ihnen den
Wahlkampf so schwer wie möglich zu machen. Um das zu erreichen möchten
wir einige Handlungsvorschläge machen:

1.
Die demokratischen Parteien stellen mindestens 10% ihrer
Plakatständer für die Plakate „Keine Nazis in die Parlamente“ zur Verfügung.

2.
Die Verwaltung veröffentlicht die Termine aller Infostände von NPD,
DVU und ProNRW und anderen extrem rechten Parteien.

3.
Die Stadt lässt in der Stadt braune Mülltonnen aufstellen, in denen
Propagandamaterial der genannten Parteien entsorgt werden kann.

Darüber hinaus ist es sehr wichtig, Öffentlichkeitsarbeit zu leisten, um
die Bevölkerung für das Thema zu sensibilisieren und dafür zu sorgen,
dass extrem rechte Parteien in Aachen (und anderswo) keine Chance haben.
Zudem fordern wir die Fraktionen des Stadtrates auf, zu der Kandidatur
von extrem rechten Parteien Stellung zu beziehen und eine klare Position
herauszustellen.

Wir hoffen, dass wir mit der Unterstützung von allen gegen Rechts
engagierten Menschen und insbesondere mit dem Stadtrat ein Klima in
Aachen schaffen können, in dem es extrem rechten Parteien und
Organisationen unmöglich gemacht wird, an Einfluß zu gewinnen. Wir
errinnern in diesem Zusammenhang nochmals an Ihre Willensbekundung und
fordern Sie auf, Wort zu halten und tätig zu werden.

Wir bitten um Antwort in den nächsten Tagen.

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Antifaschistisches Aktionsbündnis Aachen

Erklärung des AFAB zum Kessel am 4.4.2009

Am 4.4.2009 hat Stolberg ein Zeichen gegen rechts gesetzt. Mehr als 200 Menschen konnten jedoch am großen Fest nicht teilnehmen. Sie wurden am Hauptbahnhof festgehalten. Nach mehreren Stunden im Polizeikessel, von Hunden ohne Maulkorb bedroht, nach Personalienfeststellung und Abfilmen gab es Platzverweise und einige willkürliche Festnahmen. Nach Ansicht der Polizei war der Aufenthalt im Bahnhof eine ungenehmigte Versammlung. Das war der Vorwand für diesen rechtswidrigen Kessel. Gegenüber der Presse wurde dann von Waffen gesprochen, die es im Kessel gar nicht gab. Aber nach außen war damit das gewünschte Bild vermittelt.

Am selben Tag haben Nazis in Eschweiler eine nicht angemeldete Demonstration mit Kundgebung durchgeführt. Die Polizei reagierte darauf bemerkenswert: Die Nazis wurden zum Bahnhof zurück geleitet und in einen Zug nach Stolberg gesetzt. Damit konnten alle diese Nazis an dem rechten Aufmarsch teilnehmen. So sieht also die Praxis der Polizei aus, wenn die Sonntagsreden gehalten sind: Die Nazigegner werden stundenlang eingekesselt und kriminalisiert, die Nazis werden zu ihrem Aufmarsch geleitet.

Wir fordern:

- Einstellung aller Ermittlungen gegen Antifaschistinnen und Antifaschisten
- Löschung aller illegal erhaltenen Daten und Bilder
- Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen den verantwortlichen Einsatzleiter der Polizei wegen Freiheitsberaubung und weiterer Delikte

Wir fordern alle engagierten Menschen auf, unsere Forderungen zu unterstützen und sich mit uns dafür einzusetzen, dass das die Versammlungsfreiheit auch für friedliche antifaschistische Proteste gewährleistet ist.

Demoaufruf & Pressemitteilung zur polizeilichen Kriminalisierung von Antifaschismus in Aachen

Ein Jahr nach dem Überfall auf unsere Demonstration: Nazis laufen frei rum – Antifaschisten sollen verurteilt werden
Wehrt Euch! Lasst es nicht zu!

Erklärung des Antifaschistischen Aktionsbündnis Aachen zum juristischen Nachspiel der von Neonazis überfallenen Demonstration am 27.3.2008

Es ist über ein Jahr her, dass eine antifaschistische Demonstration von bewaffneten kriminellen Neonazis überfallen wurde. Die Polizei war nicht in der Lage, das Demonstrationsrecht in Aachen zu gewährleisten. Der Polizeipräsident musste sich vor dem Hauptausschuss des Stadtrates öffentlich entschuldigen. Der Polizeieinsatz forderte viele Verletzte durch das unkontrollierte Versprühen von Reizgas und durch die völlig überforderten 8 Streifenbeamten. Dementsprechend ist festzuhalten, dass die Polizei eine enorme Mitschuld an dem Chaos hatte!
Die Demonstration hat ein Jahr später ein juristisches Nachspiel, das vielen die Augen öffnen wird, die sich vor einem Jahr noch gern dem Polizeipräsident unterordneten.
Bis heute steht nicht einer der namentlich bekannten Angreifer vor Gericht. Obwohl die kriminellen Neonazis bewaffnet waren, sollen sie nur wegen einfachen Landfriedensbruchs verfolgt werden. Vor Gericht stehen am Dienstag, den 28. April ab 9.00 Uhr vielmehr der Leiter der angemeldeten und friedlichen Demonstration sowie ein weiterer Teilnehmer. Das ist ein Skandal! Dabei ist das Unvermögen der Polizei die Ursache für die Situation während der Demonstration, einschließlich der Vorkommnisse, die hier zur Debatte stehen.
Der Vorwurf: Angeblich hätten die beiden Antifaschisten Widerstand gegen VollstreckungsbeamtInnen geleistet. Der Hintergrund wurde bereits in öffentlicher Rede, in der Presse und in Stellungnahmen beleuchtet. Zusammengefasst läßt sich sagen: Zwei Personen hatten während des Tumults nach dem Überfall der Neonazis eine Antifaschistin in den Würgegriff genommen. Der doppelt so schwere Mann drückte die zierliche Demonstrantin nieder und fügte ihr große Schmerzen zu. Die in der Nähe befindlichen DemonstrantInnen gingen davon aus, dass die beiden dunkel gekleideten Personen zum Kreis der Neonazis gehörten. Erst am Ende dieser knapp 5 minütigen Szene, nachdem eine Menge Tränengas versprüht worden war, lagen der schwere dunkle Mann und ein Demonstrationsteilnehmer auf dem Boden. Erst danach gab sich der dunkel gekleidete Mann als Polizist zu erkennen. Die beiden ZivilbeamtInnen hatten nicht eine Sekunde daran gedacht, den Überfall der Neonazis abzuwehren und den Überfallenen zu Hilfe zu kommen. Sie hatten dem Überfall zugeschaut und sich anonym im Getümmel eine linke Demonstrantin geschnappt. Die PolizeibeamtInnen behaupten nun, sie hätten sich pausenlos ausgewiesen, was aber eine Schutzbehauptung ist.
Der Leiter der Demonstration hat auf diesen Vorfall am Ende der Demonstration hingewiesen und vom Polizeipräsidenten dienstrechtliche Konsequenzen gefordert.
Statt den Vorwürfen gegen die ZivilbeamtInnen nachzugehen, durfte ausgerechnet die Zivilbeamtin noch am darauffolgenden Abend die Anzeigen gegen den Demonstrationsleiter und den anderen Teilnehmer schreiben. Ihre Darstellung ist immer noch die Grundlage der Anklage durch die Staatsanwaltschaft, obwohl klar ist, dass es hier vor allem darum ging, dass die ZivilbeamtInnen eine Verteidigungslinie in einem drohenden Verfahren der Dienstaufsicht aufbauen wollten.
Noch vor kurzem wollte die Staatsanwaltschaft der Öffentlichkeit weismachen, sie ginge gegen „Rechts und Links“ mit gleicher Härte vor. Das Strafverfahren gegen die Überfallenen und die Verschleppung des Verfahrens gegen die kriminellen Neonazis sprechen eine deutlich andere Sprache. Hier sollen zwei BeamtInnen in zivil rein gewaschen werden, die mit und ohne Uniform an Rechtsgrundsätze wie die Verhältnismäßigkeit der Mittel gebunden sind. Die Quälerei der Demonstrantin war völlig unverhältnismäßig! Die Zivilbeamtin hatte vermutet, dass die Demonstrantin ihre Fahne erhoben habe, um damit einen der Nazi-Aggressoren zu schlagen. Das war der ganze Anlass.
Wir fordern die Mitglieder des Stadtrates auf, die Nachbearbeitung der Demonstration wieder auf die Tagesordnung zu setzen. Der Pressesprecher der Polizei hat die Presse belogen, als er am 30.3.2008 behauptete, es werde „nur“ gegen einen Demonstrationsteilnehmer aus unseren Reihen ermittelt. In Wirklichkeit wurde die Anzeige gegen den Leiter unserer Demonstration noch am Abend der Demonstration von der öffentlich scharf kritisierten Zivilpolizistin geschrieben.
Wir fordern die Stadträte auf: Lassen Sie sich nicht mehr so einfach einwickeln. Fragen Sie mehr nach. Die Fragen sind doch schon öffentlich gestellt und werden entweder gar nicht oder ausweichend (Staatsanwaltschaft) beantwortet.
Wir fordern die sofortige Einstellung des konstruierten Verfahrens gegen die TeilnehmerInnen unserer Demonstration und die vollständige und harte Verurteilung der kriminellen Neonazis.
Die Neonazis tanzen den Strafverfolgungsbehörden in Aachen auf der Nase herum, weil sie ungestraft oder milde beurteilt aus allen Strafanzeigen herauskommen. Wer wie die Staatsanwaltschaft Morddrohungen gegen AussteigerInnen aus der Naziszene als private Meinungsäußerung adelt, handelt verantwortungslos.
Es ist an der Zeit, dass die PolitikerInnen in der Stadt, aber vor allem in der Landesregierung ihre Vogelstrauss Politik einstellen. Die Strafverfolgungsbehörden sind nicht fähig, in der Region den Schutz vor Neonazi-Banden herzustellen und zu gewährleisten. Die Region Aachen ist laut Verfassungsschutzbericht diejenige mit den aktivsten Neonazigruppen. Von nichts kommt nichts und es ist zu einfach, sich hinter der Ideologie zu verschanzen, wonach rechts und links gleich (zu behandeln) seien. Es ist zu einfach, die Gegenwehr gegen die Neonazis allein den Linken aufzubürden.
Wir zeigen uns solidarisch mit den von Polizei und Staatsanwaltschaft verfolgten AntifaschistInnen. Wir kritisieren die Aachener Polizei und die Staatsanwaltschaft wegen ihrer ideologischen Verblendung.

Wir rufen auf zur Kundgebung und Demonstration
Am Montag, 27. April 2009 um 18.00 Uhr an der Kasernenstraße/Ecke Boxgraben

Wir rufen auf, den Prozess am Dienstag den 28. 4. 2009 im Amtsgericht Aachen, Raum 1.025 auf der ersten Etage ab 9.00 Uhr zu besuchen.
Da es Einlasskontrollen gibt, bitte rechtzeitig eintreffen.

Wir rufen auf zur Solidarität mit den beiden Antifaschisten vor Gericht.

Verharmlosung der Neonazi-Szene in der Region Aachen-Düren durch die Staatsanwaltschaft Aachen

Wir dokumentieren eine Presseerklärung der VVN-BdA

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Neonaziszene in der Region Aachen- Düren gehört zu den aktivsten und gefährlichsten Banden in NRW. Alle- selbst der Verfassungsschutz in NRW- haben es begriffen, nur die Aachener Staatsanwaltschaft gefällt sich weiter darin, die kriminellen Neonazi- Vereinigungen gewähren zu lassen und dafür lieber gegen alles loszuschlagen, was in ihren Augen „links“ ist. Die Neonazis der Region sind bislang nicht ausreichend unter Verfolgungsdruck gesetzt worden. Die Neonazis ziehen daraus den Schluss, dass sie den Strafverfolgungsbehörden in der Region auf der Nase herum tanzen können.
Ein aktueller Fall macht es nötig, diese einseitige Haltung der Aachener Staatsanwaltschaft noch einmal ans Licht der Öffentlichkeit zu bringen.
Die Neonazis gehen mit ihren politischen Gegnern so um, wie das auch ihre „Vorbilder“ in SS und Gestapo machten: Drohungen sind an der Tagesordnung und tatsächliche Körperverletzungen nehmen zu. Eine Gruppe mit dem Namen Anti-Antifa Herzogenrath hat auf ihrer mittlerweile abgeschalteten Homepage Namen und Fotos von Antifaschistinnen und Antifaschisten aus der Region Aachen veröffentlicht. Die Überschrift der Internetseite lautete „zum Abschuss freigegeben“ und wurde durch das Symbol gekreuzter Pistolen unterstrichen.
Ein großer Teil des Textes bezieht sich auf einen Aussteiger aus der Neonazi-Szene, der auf vielfältige Weise bedroht wird. Im Text kommt das durch die Formulierung „Schnappt ihn“ in italienischer Sprache zur Geltung.
Die anderen Namen von Antifaschistinnen und Antifaschisten wurden teilweise mit regelmäßiger Zugverbindung und Schulweg verbunden, was auf eine systematische Ausspähung und die Planung von Gewalttaten hinweist.
Mehrere der Betroffenen haben Strafanzeige wegen Bedrohung gestellt. Einer von ihnen hat jetzt eine Antwort von der Staatsanwaltschaft Aachen bekommen, die völlig inakzeptabel ist.
In der Antwort der Staatsanwaltschaft wird der Antifaschist zunächst mit dem Aussteiger verwechselt, was auf eine mangelnde Sorgfalt bei der Arbeit deutet. Immerhin wird der Aussteiger mit Namen auf der Nazi-Homepage genannt.
Schlimmer aber noch ist die „Begründung“ warum die Staatsanwaltschaft nicht gegen die Neonazis vorgehen will. Der Staatsanwalt empfindet die Formulierung „Zum Abschuß freigegeben“ nicht als Bedrohung. Vielmehr wollten die Nazis in „scharfer Form“ klarmachen, dass sie den Aussteiger nicht mehr bei sich sehen wollten. Die Angaben von Adressen auf der Neonazi-Homepage sei strafrechtlich nicht relevant, eine Entfernung sei deshalb nur auf zivilrechtlichem Weg möglich.
Diese Einstellung des Staatsanwalts ist so realitätsfern, dass es zum Fürchten ist. Seit 1990 haben die Neonazis über 130 Menschen aus rassistischen Gründen oder weil sie sie zum politischen Gegner erklärten ermordet. Darunter befinden sich auch etliche Polizisten. Muss denn erst Blut fließen, bis die Staatsanwaltschaft erwacht? Die Neonazis, die ein antifaschistisches Jugendkonzert in Stolberg überfielen und einige junge Besucher schwer verletzten sind bis heute nicht gefasst. Die Neonazis, die zweimal die Scheiben bei einer antifaschistischen Familie einwarfen und deren schwere Verletzung in Kauf nahmen, sind bis heute nicht ermittelt. Die Neonazis, die im März 2008 eine angemeldete Demonstration bewaffnet überfielen stehen bis heute nicht vor Gericht.
Wir haben nicht vergessen, dass die Staatsanwaltschaft vor einigen Jahren auf den Vorwurf eines Nazis, er fühle sich beleidigt, gegen einen Antifaschisten ohne jede Zurückhaltung und unter Missachtung der Verhältnismäßigkeit der Mittel ermittelte. Der Vorwurf gegen den Sprecher der Eschweiler Bürgerinitiative gegen alte und neue Nazis lautete: Beihilfe zum Versuch der Beleidigung. Die Wohnung des Antifaschisten wurde durchsucht, sein Computer beschlagnahmt. Natürlich fand man nichts und der „Vorwurf“ musste fallengelassen werden. Dies zeigte aber in aller Klarheit, zu welchen Maßnahmen die Staatsanwaltschaft Aachen in der Lage ist, wenn es gegen Linke geht.
Es wird an der Zeit, dass sich die Einstellung der Verantwortlichen ändert. Der Aufstand der Anständigen ist verrauscht, die staatlichen Stellen verharren in den Löchern ihres ideologischen Grabenkrieges der 50 und 60er Jahre. So darf es nicht weitergehen.
Wir fordern den Innenminister des Landes NRW auf, in der untergeordneten Behörde Staatsanwaltschaft Aachen für Ordnung zu sorgen. Die Staatsanwaltschaft Aachen ist bei der Bekämpfung des Neofaschismus kein Teil der Lösung, sondern ein Teil des Problems.
Auf je 10 Neonazis kommt ein vom Staat bezahlter Neonazi. Die Spitzel sollen angeblich ein Instrument der Demokratie sein. Sie sind es nicht. Das Spitzelunwesen sollte abgeschaltet werden. Es hat das NPD Verbot bis heute verhindert, es schützt die Öffentlichkeit nicht vor den Straftaten der Neonazis. Die Neonazi-Szene in der Region ist eine kriminelle Vereinigung. Und so sollte die auch behandelt werden: sofortige und ersatzlose Auflösung.

Macht zu die Tür, die Tor macht dicht – Aachen will die Nazis nicht!

zerschlagenesAm 24. Dezember wollen Neonazis um den Hitlerverehrer Axel Reitz unter dem Motto „Da habt ihr die Bescherung! Meinungs- und Demonstrationsfreiheit ist kein Geschenk, sondern unser Recht!“ um 10 Uhr vom Aachener Hauptbahnhof aus eine Demonstration durch die Aachener Innenstadt durchführen. Hintergrund des geplanten Aufmarsches sind polizeiliche Auflagen und Verbote bei einer neofaschistischen Demonstration am 8. November.
Das Datum für die kommende Demonstration ist nicht zufällig gewählt. Zum einen geht es den Nazis darum, die Polizei zu ärgern; zum anderen setzen sie darauf, dass an diesem Tag kaum Menschen zum Protestieren erscheinen.
Wir müssen dem gemeinsam unsere Entschlossenheit entgegensetzen und den Nazis den Aufmarsch vermiesen!
Wenn Ihr auch der Meinung seid, dass Neofaschismus in Aachen und anderswo keinen Platz haben darf, beteiligt Euch an den Protestaktionen am Hauptbahnhof.

Antifaschistisches Aktionsbündnis Aachen (AFAB)

Den Naziaufmarsch verhindern!
24. Dezember 2008
ab 9 Uhr
Hackländerstraße
(Die Kundgebung war für den Bahnhofsplatz angemeldet, wurde allerdings von der Polizei in die Hackländerstraße verlegt, da sie am Bahnhofsplatz zu nah an der Nazi-Demo sei.)

Gewaltfreier Widerstand und sozialer Ungehorsam in Israel/Palästina

Veranstaltung im Aachener Welthaus, An der Schanz 1, Donnerstag 27. November 08, 19.30 Uhr

Am 7. Dezember findet die diesjährige Verleihung des Preises der Internationalen Liga für Menschenrechte in Berlin statt. Die Carl-von-Ossietzky-Medaille geht dieses Jahr an das „Bürgerkomitee des Dorfes Bil´in“ und die israelisch/palästinensische Gruppe „Anarchists Against The Wall“.

Wenige Tage vor der Preisverleihung ist eine Vertreterin von „Anarchists Against The Wall“ in Aachen zu Gast und wird in einem Vortrag, nebst einem kurzen Film von der Arbeit ihrer Gruppe berichten, die gemeinsam mit der palästinensischen Bevölkerung Widerstand gegen den Bau einer Sperranlage leistet. Diese Sperranlage wird offiziell vom israelischen Staat errichtet um SelbstmordattentäterInnen vom Staatsgebiet fern zu halten. Wir erwarten einen spannenden Vortrag mit ungewohnten Innenansichten des Staates Israel und kontroversen Diskussionen. Wir freuen uns auf euer zahlreiches Erscheinen und hoffen auf Spenden zur Unterstützung der Arbeit von AATW.

yabasta-Netz, AK-subversion Aachen

Download von Flyer und Plakat