Archiv der Kategorie 'Aktionen'

DEMO – Solidarität mit den Stuttgart21 GegnerInnen

Heute gab es in Stuttgart Proteste gegen das geplante S21-Projekt, den Bahnhofsneubau in Stuttgart. Die Polizei wandte brutale Gewalt gegen Demonstranten an, es gab hunderte Verletzte. Unbestätigte Berichte sprechen von einer Toten.


Genauer Bericht der TAZ:

Aufgrund dieser Ereignisse findet eine Solidaritätsdemo in Aachen statt.
Freitag, 01.Oktober – 19:00
Treffpunkt: Theaterplatz Aachen

TICKER FÜR STOLBERG

Es wird am Samstag einen Liveticker geben, der über jedes internetfähige Handy zu erreichen ist!

die Adresse ist: http://0304.hopto.org oder http://stolberg.areahost.de

Falls jemand eine Erklärung braucht wie der Ticker funktioniert, kommt am Donnerstag zum Antifa Cafe!

UPDATE ZU STOLBERG

Die angemeldete Kundgebung wurde verlegt und zwar in die Frankentalstraße/ Nähe Großes Rad!
Ihr habt also das Recht dorthin zu kommen. Kein Cop darf euch daran hindern!!!

Die Auflagen für die Kundgebung sind die Üblichen. Keine Waffen, Vermummung etc. Allerdings wollen wir besonders darauf hinweisen, dass Springerstiefel ebenfalls nicht erlaubt sind!!! Bitte denkt daran bei der Auswahl eures Schuhwerks.

Wir möchten aber auch klarstellen, dass es euer Recht ist, wenn Nazis in der Nähe sind und aktiv fotografieren oder filmen, dass ihr eure Identität schützt! Falls Cops euch dann auffordern die Vermummung abzunehmen, bleibt ruhig! Die Anzeige die dann kommen könnte wird eh fallen gelassen!

Ansonsten gilt: Wir blockieren! Kein Naziaufmarsch in Stolberg!

„Die-in“-Aktion gegen Faschismus und Rassismus

Am Samstag, den 12.9.2009, haben AntifaschistInnen mit einer Kunstaktion in der Innenstadt von Aachen darauf aufmerksam gemacht, dass Faschismus keine Meinung, sondern ein Verbrechen ist. An verschiedenen Stellen legten sich Menschen auf den Gehweg der Einkaufsstraßen. Mit Kreide wurden ihre Umrisse nachgezeichnet, um deutlich zu machen, dass sie Leichen darstellen sollten. Gleichzeitig wurden Flugblätter verteilt, welche über die Hintergründe der Aktion aufklärten. Die AntifaschistInnen machten in ihrem Flugblatt deutlich, dass die „Neo“-Nazis von heute sich ideologisch nicht von den Nazis von früher unterscheiden. Im Gegenteil: Gerade weil die heutige Nazigeneration genau weiß, was Faschismus bedeutet, sind sie umso mehr zu bekämpfen, damit ein neues 1933 niemals möglich ist. Das bedeutet auch, dass klar gemacht werden muss, dass es keine Option ist, bei Wahlen die eigene Stimme an faschistische Parteien abzugeben, da Faschismus immer wieder auf dasselbe hinausläuft: Massenmord! Deshalb zeigten an diesem Samstag Menschen Flagge gegen Nazis, aber auch gegen reaktionäre Stammtischmentalität. Denn diese ist die Keimzelle für Faschismus, Rassismus, Antisemitismus und Sexismus. Wir aber wollen in einer (basis)demokratischen Gesellschaft leben, wo Nazis und andere RassistInnen keinen Platz haben. Wer Mord und Totschlag predigt muss auf allen Ebenen und mit allen Mitteln bekämpft werden. Heute haben AntifaschistInnen ein Zeichen gegen faschistische und rassistische Tendenzen innerhalb der Gesellschaft gesetzt. Dies ist aber nur der Anfang! Denn heute ist nicht alle Tage; wir kommen wieder, keine Frage!

Erlebnisbericht zum Kessel am Stolberger Hbf am 4.4.2009

Wir kamen ca. um 11 Uhr am Stolberger Hauptbahnhof auf Gleis 2 an. Nach der Unterführung blieben wir alle auf dem Bahnsteig stehen. Kurze Zeit später wurden wir hier schon von der anwesenden Polizei gekesselt. Die Polizei gab durch, dass wir eine Versammlung seien und sie bestimmten einen Antifaschisten der nun Versammlungsleiter sein sollte. Dieser lehnte dies aber ab, was aber von der Polizei ignoriert wurde. Daraufhin erklärte der Antifaschist die Versammlung für beendet.
Nach einer längeren Phase erklärte dann die Polizei wir sollten den Bahnsteig verlassen, was aber zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht möglich war, da besonders die Hundestaffel es unmöglich machte den Kessel zu verlassen. Die anwesenden Personen standen vorne begrenzt unmittelbar durch die Hundestaffel (3-4 Hunde OHNE Maulkorb), insgesamt ca. 30 PolizistInnen, links (zu den Bahnschienen) begrenzt durch Absperrband und PolizistInnen, hinten Treppenabstieg zu den anderen Gleisen, rechts durch mehrere Absperrgitter sowie PolizistInnen. Die Menschen mussten die von Vorne immer näher rückende Hundestaffel zusammenrücken und es war eine eng gedrängte Menschengruppe. Die nervösen, einsatzbereiten Hunde wurden immer näher an die vordersten Menschen geschickt, um diese zurückzudrängen. Diese konnten aufgrund der Kesselung auf dem Bahnsteig nicht weiter zurückweichen. Die Hunde wurden so nahe auf die Menschgeschickt, das ein Hund aggressiv das Bahner zerfetzte, es bestand unmittelbare Gefahr von schweren Bissverletzungen für die Menschen die das Banner hielten. Anwesende Erwachsene schrien den Hundeführer laut an, den Hund sofort zurückzuholen, um die Menschen zu schützen. (beigefügter Film). Es wurde permanent von einem rechts neben den auf dem Bahnsteig eingekesselten Menschen geparkten Polizeibus gefilmt. Ebenfalls filmte ein PolizistInn die ganze Zeit mit einer Kamera von Vorne die auf Bahnsteig stehenden Personen. Erst später konnten Leute denen schlecht wurde die Blockade verlassen. Diese wurden aber ebenfalls in den Kessel auf dem Bahnhofsvorplatz geführt. Es gab also zu keiner Zeit eine Möglichkeit den Hauptbahnhof so zu verlassen, dass man sich noch an den Aktionen in der Innenstadt beteiligen konnte. Die Polizei hielt alle Menschen am Bahnhof fest.

Nachdem eine ganze Weile vergangen war und die Polizei dreimal aufgefordert hatte die Blockade zu verlassen (was faktisch nicht möglich war), griffen die PolizistInnen an und zerrten die Menschen von dem Bahnsteig. Ich konnte selbst beobachten wir zwei BeamtInnen brutal auf einen Antifaschisten einschlugen ohne das dieser ihnen einen Grund geliefert hätte. Er war lediglich durch das Drücken und Zerren nach vorne gestolpert. Die Polizei ging mit einer unnötigen Gewalt gegen uns vor. Selbst nachdem Personen von je 2-3 PolizstInnen mit brutaler Gewalt in den Kessel gezerrt worden waren, wurden diese nicht losgelassen. 2 Personen aus dem Kreis der Eingekesselten stellen sich vorne in den Kessel und versuchten auf die PolizstInnen einzuwirken, indem sie auf diese einredeten, die
Personen nun doch endlich loszulassen, da sie ja nun im Kessel seien! Ein älterer Herr um die 70 Jahre wurde nicht losgelassen, sondern durch den Kessel durchgeschleift zu einem Polizeiwagen und wurde danach auch nicht mehr gesehen (siehe Film). Es gab Unterschiedliche Vorgehensweisen der PolizstInnen, einige gingen freundlicher und ruhig vor, andere genau gegenteilig. Woran dies festgemacht wurde, war unersichtlich. Als der Bahnsteig geräumt war, befanden wir uns alle im Kessel auf dem Vorplatz. Einige Zeit später erklärte uns die Polizei, dass wir alle in Gewahrsam genommen werden und nach Aachen ins Polizeipräsidium gebracht werden, da wir der Aufforderung den Bahnsteig zu verlassen nicht nachgekommen wären. Dies war aber ein absoluter Witz, da ja auch jene im Kessel waren, denen es möglich gewesen war den Bahnsteig zu räumen. Ein Mann sprach mit einem Polizisten und beschwerte sich darüber, das ihm obwohl er unter den Wenigen war, denen es doch möglich war den Bahnsteig zu verlassen, ihm lediglich die Möglichkeit geboten wurde im Kessel zu bleiben, ihm aber verweigert wurde den Bahnhof zu verlassen.
Des Weiteren wurden Jugendliche, Schwangere und Behinderte aufgefordert sich bei den Einsatzkräften zu melden, um den Kessel zu verlassen. Ich und viele andere dachten, dass sie so schneller nach Hause konnten. Doch wurde diese Gruppe lediglich in einen anderen Kessel etwas weiter hinten verlegt. Dort wurden alle nach ihren Personalien befragt und diese auf einzelne Zettel notiert. Eine Frau und ein Mann bestanden darauf, bei der Gruppe der Jugendlichen, Schwangeren und Behinderten zu bleiben. Fahrlässig war, das 4 Hundeführer der Diensthundstaffel ihre 4 Hunde Ohne Maulkorb mitten durch die Gruppe der einkesselten Jugendlichen, Schwangeren und Behinderten führte!
Nur bei der erkennungsdienstlichen Behandlung kamen die Menschen aus diesem Kessel schneller dran. Bei der erkennungsdienstlichen Erfassung, wurden Jugendliche teilweise gefilmt und ihre Angaben, per Video mit Ton aufgenommen, sie mussten den Beamten nachsprechen. Es fielen dabei Worte der PolizistInnnen wie“ Bist wohl zu blöd, um deine Postleitzahl zu kennen….“ „ Hä wieso trägste ne Sonnenbrille, wohl Angst vor Pfefferspray?!“, „Was hast Du den da auf dem Kopf einen Klorollenhülle (Häkelmütze). Jede Person, zumindest aus dem Kessel der Jugendlichen wurde mit 3 PolizistInnen Erkennungsdienstlich erfasst. Ansonsten mussten sie das Selbe durchmachen wie wir im ersten Kessel. Während der ganzen Zeit umkreisten PolizistInnen mit Fotos die eingekesselten Jugendlichen und versuchten offensichtlich Personen aus unbekannten Gründen, anhand der Fotos zu identifizieren. Beim Kessel muss man lediglich positiv werten, dass uns Getränke zur Verfügung gestellt wurden und das wir auf Toilette gehen konnten.
Gegen 15 Uhr sagte die Polizei dann durch, dass wir nicht nach Aachen transportiert würden, sondern das wir alle einen Platzverweis für Stolberg bekommen und nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung gehen können. Dies zog sich dann bis 17 Uhr. Danach waren dann fast alle raus und wir konnten mit einem Zug nach Aachen fahren. Am Aachener Hauptbahnhof stand zumindest ein Fahrzeug mit Zivil PolizistInnnen, diese beobachteten die aus dem Bahnhof kommenden Menschen. Zu der Polizei kann man noch sagen, dass es teilweise sehr merkwürdige Situationen gab. Es ließ sich beobachten, dass die Dienstrang tiefer gestellten PolizistInnen teilweise absolut locker und freundlich waren, dann aber die Vorgesetzten sie wieder dazu anhielten härter gegen uns vorzugehen. Bei einer Aufforderung die Helme aufzusetzen hörte ich den Kommentar von einem Polizisten „Wie unnötig, die sind doch friedlich.“! Herrn Oelze schien das harte Vorgehen sehr zu gefallen, als er den Kessel besuchte. Der Polizeipräsident, Herr Oelze hielt sich über einen langen Zeitraum direkt am Bahnhof und den dort eingekesselten Menschen auf.

Solidaritätskundgebung „Gegen Nazi-Terror in Aachen und anderswo!“

soliAm 6.9.2008 versammelten sich ca. 100 Menschen, um sich mit der Familie, die seit Monaten von Neonazis terrorisiert wird, solidarisch zu zeigen.
Unter dem Motto „Gegen Nazi-Terror in Aachen und anderswo!“ wurden mehrere Redebeiträge gehalten, die den Anwohnerinnen und Anwohnern deutlich machten, dass in ihrer unmittelbaren Nähe eine antifaschistisch engagierte Familie von Nazis bedroht wird. Einige Anwohnende zeigten durch Beifall nach den Reden ihre Solidarität.
Die Polizei war – bedenken wir den Nazi-Angriff auf die letzte Solidaritätsveranstaltung für besagte Familie – mit relativ wenigen Kräften im Einsatz. Hätte es einen Überfall durch Nazis gegeben, wäre die Polizei – wie am 27.3. – nicht in der Lage gewesen, die Kundgebung zu schützen.
Nachdem noch ein wenig Musik gehört wurde, löste sich die Versammlung nach Beendigung der Redebeiträge friedlich auf.

Stolberg-Zweifall: NPD gibt vorzeitig auf

Pressemitteilung vom 13.9.2008

Trotz dauernden Nieselregens protestierten in Stolberg-Zweifall bis zu 20 Personen aus Zweifall, Stolberg und Aachen gegen einen ca. 30 m entfernten mit vier Personen besetzten Infostand der NPD.

Aufgerufen zu der Kundgebung hatte das Antifaschistische Aktionsbündnis Aachen. An der Kundgebung beteiligten sich auch Mitglieder der Evangelischen Kirchengemeinde Kornelimünster-Zweifall und des Stolberger Bündnisses gegen Radikalismus. Die meisten der Demonstrantinnen und Demonstranten kamen aus Stolberg.

Unabhängig von der Kundgebung verteilten Mitglieder der Partei Die Linke.Stolberg vor den Geschäften Flugblätter und beteiligten sich zeitweilig auch an der Kundgebung gegen die NPD.

NPD-Infostand und Gegenkundgebung wurden durch ein relativ großes Polizeiaufgebot geschützt. Die Gegenkundgebung verlief wie immer vollkommen friedlich.

Der Platzverweis und das martialisch wirkende Abdrängen eines jungen Nazigegners (vom Frisiersalon nahe dem Infostand der NPD) durch eine größeren Gruppe von Polizisten der Einsatzhundertschaft stieß bei den meisten Teilnehmerinennen und Teilnehmern der ca. 30 m entfernten Gegenkundgebung auf Unverständnis.

Da der Infostand der NPD in Zweifall von Seiten der Bevölkerung keine Beachtung fand, brach die NPD um 11:45 ihren bis 16:00 angemeldeten Infostand ab, kurz danach endete auch die Gegenkundgebung.

NPD saß in Mausbach „in der Scheiße“

Pressemitteilung vom 10.8.2008

Gestern, am 09. August, hielt die neofaschistische NPD einen „Info“-Stand in Stolberg-Mausbach ab, gegen den das Antifaschistische Aktionsbündnis Aachen mit einem guten Dutzend engagierter Menschen friedlich protestierte. Dabei bekamen die Protestierenden fast durchweg positive Resonanz aus der Mausbacher Bevölkerung; das verteilte Flugblatt wurde über 100 Mal interessiert entgegengenommen. Großen Zuspruch fand auch die Kunstaktion eines empörten Mausbachers: Dieser entleerte mit den Worten „Braune Scheiße für die braune Scheiße!“ eine Schubkarre voll Schafsdung vor dem NPD-Stand. „Umweltverschmutzung!“ war die erste verbale Reaktion Willibert Kunkels aufgrund dieser kreativen Protestaktion, anscheinend getreu dem Motto „Umweltschutz ist Heimatschutz“.
An diesem Tag wurde deutlich, dass ein Großteil der Bevölkerung in Mausbach nicht damit einverstanden ist, dass die NPD ihre braune Hetze öffentlich verbreiten darf.

npd
Foto © Die Linke Stolberg/Helmut Gottfried

Friedlicher Protest gegen NPD-Stand in Büsbach

Pressemitteilung vom 12.7.2008

Am 12.07.08 führte das Antifaschistische Aktionsbündnis Aachen am Vormittag eine kleine Kundgebung in Stolberg-Büsbach (Markt) durch. Die kurzfristig angemeldete Versammlung richtete sich gegen den zeitgleich stattfindenden NPD-Infostand und stand unter dem Motto „Kein Platz für Nazis“. Eine Gruppe von Kundgebungsteilnehmenden aus Stolberg und Aachen demonstrierte gemeinsam in ca. 25 m Entfernung friedlich gegen den NPD-Stand.
Transparente mit den Aufschriften „Nie wieder Faschismus – Antifa-Bündnis Aachen“ und „no npd – NPD-Verbot jetzt“ verdeutlichten: Auch in Stolberg-Büsbach ist kein Platz für extrem rechte Propaganda.
Es wurden zusätzlich Flugblätter mit Informationen über die NPD und die neonazistischen Kameradschaften verteilt. So arbeitet zum Beispiel die Kameradschaft Aachener Land (KAL) eng mit der NPD zusammen. Die KAL sieht sich dabei in der Tradition der heute verbotenen Wiking-Jugend, deren Bundeszentrale viele Jahre lang in Büsbach beheimatet war.
Viele der Informationsblätter fanden Anklang bei interessierten Bürgerinnen und Bürgern. Diese zeigten sich dankbar für das Engagement der Teilnehmenden, u.a. mit den Worten „Gut, dass ihr auch hier seid. Der Infostand der NPD stieß hingegen auf kein Interesse.
Die Kundgebung verlief vollkommen störungsfrei. Die Polizei war mit mehreren Streifenwagen vor Ort, um die angemeldete Versammlung zu schützen. Die Zusammenarbeit mit dem Einsatzleiter und seinem Team der Stolberger Polizei funktionierte vorbildlich.
Der gute Verlauf der Kundgebung bestätigte die Veranstalter des Antifaschistischen Aktionsbündnisses. Friedlicher Protest gegen Neonazis, auch unmittelbar vor Ort in den Stadtteilen von Stolberg, ist notwendig und stößt auf Zustimmung in der Bevölkerung.