Pressemitteilung des Bündnisses gegen den Naziaufmarsch 2011 in Stolberg

Mit dem Blockadetraining am heutigen Samstag wollen wir für unsere friedliche Menschenblockade werben, mit deren Hilfe wir den jährlich stattfindenden Naziaufmarsch im April verhindern wollen.
Unser Ziel ist es möglicherweise vorhandene Ängste der Bevölkerung in Stolberg abzubauen und aufzuzeigen, dass ein wirkungsvoller Widerstand möglich und legitim ist. Die Versuche Halbwahrheiten zu verbreiten oder BlockadeteilnehmerInnen in eine bestimmte Ecke zu drängen, scheinen nicht aufgegangen zu sein. Immer mehr Menschen zeigen, dass sie sich dieses Jahr den Nazis in den wegstellen wollen. Es scheint mehr und mehr offensichtlich zu werden, dass es den Menschen nicht mehr reicht, kleinere Zeichen zu setzen. Die FaschistInnen sollen ein für alle Mal daran gehindert werden ihre Lügen zu verbreiten und ihren widerlichen Märtyrerkult in Stolberg auf die Straße zu tragen.
Dafür ist ein breiter Widerstand nötig und es ist wichtig, dass sich alle Aktivitäten der NazigegnerInnen als sich ergänzende Veranstaltungen begreifen. Auch dafür haben wir heute geworben und wir hoffen, dass sich noch viele StolbergerInnen und Stolberger Organisationen unserem Aufruf anschließen. Mit den Jusos und der IG Metall aus Stolberg ist ein erster Schritt getan, weitere müssen folgen.
Mit großer Enttäuschung haben wir dagegen das Verhalten der Aachener Polizei und ihre, gegen unser Blockadetraining verhängten, Auflagen aufgefasst. Es scheint so, dass die Polizei Aachen und Ihre oberster Dienstherr Oelze schon vor dem Naziaufmarsch im April NazigegnerInnen mit allen Mitteln einschüchtern und kriminalisieren will.
Wir, die UnterstützerInnen der Blockade, gehen aber mit dem guten Gewissen vor, das unser friedlicher Widerstand legitim und bitter nötig ist. Deshalb werden wir auch weiterhin für eine große Blockade werben, die dem Naziaufmarsch in Stolberg seine Grenzen aufweist.